Frage dich, ob du wirklich neu kaufen musst oder ob Reparatur, Second-Hand oder Leihe genügt. Wenn neu, dann gezielt: Lege Kriterien fest, etwa Langlebigkeit, reparierbares Design, faire Löhne und glaubwürdige Klimaziele. Verwende die Suchfunktionen deiner Lieblings-App, filtere nach Zertifikaten und vergleiche drei Marken. Schon diese minimalistische Vorarbeit verhindert Impulskäufe und verschiebt dein Budget hin zu Anbietern, die Verantwortung nicht nur behaupten, sondern belegen.
Ein Gesamt-Score ist ein Ausgangspunkt, kein Endurteil. Lies die Begründungen, beachte Datenalter, Methodik und Branchenbesonderheiten. Eine Modefirma mit ambitionierten Klimazielen, aber lückenhafter Lieferkettentransparenz verdient andere Maßnahmen als ein Lebensmittelhersteller mit soliden Sozialstandards und problematischer Verpackung. Gute Apps zeigen Stärken, Schwächen und Trends. Du entscheidest, welche Kriterien für deinen konkreten Kauf gerade am wichtigsten sind, und gewichtest entsprechend bewusst.
Notiere kurz, warum du dich für oder gegen eine Marke entschieden hast, speichere sie in Favoritenlisten und hinterlasse konstruktives Feedback. Teile deinen Lernweg mit Freund*innen oder in Communities, damit andere von deiner Recherche profitieren. Viele Apps ermöglichen Bewertungen oder Links zu Nachweisen. Öffentliche Rückmeldungen erhöhen den Druck auf Unternehmen, bessere Daten vorzulegen, Ziele zu setzen und regelmäßige Fortschritte transparent zu dokumentieren.
Viele Apps setzen auf Kriterienkataloge mit Punktevergaben für Klimaziele, Emissionsreduktion, Lieferkettenoffenlegung, Arbeitsrechte, Chemikalienmanagement und Tierschutz. Manche nutzen Machine-Learning, um Dokumente zu ordnen, doch die Bewertung bleibt regelbasiert und nachvollziehbar. Wichtig sind Quellenvielfalt, Aktualität und klare Gewichtungen. Ein gutes Tool erklärt, warum ein Punkt vergeben oder abgezogen wurde, und verweist dich auf die exakten Stellen im verlinkten Beleg.
Selbstauskünfte können wertvoll sein, wenn sie durch Audits, Messdaten und Zwischenziele gestützt werden. Achte auf absolute Reduktionsziele statt nur Kompensation, auf Scope-3-Emissionen, lebendige Beschwerdemechanismen und unabhängige Überprüfung. Fehlen Belege, markiere Unsicherheiten in deiner App, fordere Nachweise beim Hersteller an und teile Antworten. So entsteht öffentlicher Druck, der aus vagen Versprechen konkrete, messbare Veränderungen entlang der gesamten Lieferkette macht.
Offene Register wie der Open Supply Hub, SBTi-Listen, Berichte an das CDP und Klimabilanzen nach GHG-Protokoll liefern harte Fakten. Apps, die auf solche Quellen verweisen, sind meist zuverlässiger. Prüfe, ob Lieferantennamen genannt werden, ob menschenrechtliche Risiken bewertet sind und wie Beschwerden gelöst werden. Je besser die Verknüpfung dieser Daten, desto konsistenter die Einschätzungen, besonders bei multinationalen Unternehmen mit komplexen Wertschöpfungsketten.
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